Vier sehr hörbare Doctor Who-Podcasts

U-Bahn-Fahren, Abspülen und Wäsche aufhängen hat wieder einen Sinn. Zumindest für die, die irgendwann mit dem Podcast-Hören angefangen haben. Es gibt schließlich diverse Tausend tolle Podcasts auf der Welt und – so scheint es – mindestens die Hälfte davon drehen sich um Doctor Who. Die Doctor Who Podcast Alliance verzeichnet 153 Exemplare und einige besonders denkwürdige wie der Cricket and Doctor Who Podcast sind dort nicht einmal aufgeführt.

Um ein bisschen Licht in den Podcast-Dschungel zu bringen, den Einstieg zu ermöglichen und einfach nur ein paar Empfehlungen loszuwerden, stelle ich hier vier meiner Lieblings-Podcasts vor. Diese sind, das gleich als Warnhinweis vorneweg, alle auf Englisch. Auf Deutsch gibt es auch den Whocast, allerdings muss ich zugeben, dass ich den nicht regelmäßig höre.


Radio Free Skaro

Das Kronjuwel unter den Doctor Who-Podcasts und auch der mit den meisten Hörern. Die drei Hosts Steven, Warren und Chris betreiben ihn nun seit fast einem Jahrzehnt und stehen aktuell kurz vor ihrer fünfhundertsten Folge. Ihre entsprechende Bekanntheit hat dafür gesorgt, dass die drei nicht nur regelmäßig bei Conventions oder anderen Veranstaltungen moderieren, sondern immer wieder richtig spannende Exklusiv-Gäste wie jüngst die Autoren Phl Ford und Peter Harness oder die Regisseurin Rachel Talalay zu bieten haben.

Worum es auch geht, in jeder Folge spürt man die Liebe zur Serie und Nerdigkeit, aber auch die Vernunft, nicht alles zu ernst zu nehmen. Normale Folgen bestehen aus einer Besprechung von aktuellen Doctor Who-News und aus einem Hauptteil, in dem während laufender Staffeln die aktuelle Folge besprochen wird und zwischendurch Interviews, Fragerunden oder Audiokommentare Platz finden. Uneingeschränkt für jeden Fan empfehlenswert!

Anspieltipp: Die Besprechung eurer Lieblingsfolge aus Staffel 8 von letztem Jahr.


The Ood Cast

Ein ganz besonders feines Ding. Hier wird sich nicht einfach über Doctor Who unterhalten, sondern Sketche aufgeführt und Songs geschrieben, teilweise so lustig, dass man in der U-Bahn auf sehr schiefe Blicke stößt, wenn man anfängt, plötzlich zu prusten. Chris Alpha, Chris Sigma, Andy und Laura sind so in etwa die freundlichsten und liebenswürdigsten Menschen, die es auf der Welt gibt. Alles von ihren Zwischendurch-Diskussionen bis zu den großartig durchdachten Sketchen oder Songs (ein Beispiel) ist einfach zum Niederknien. Einziger Nachteil: Folgen erscheinen sehr sporadisch und in letzter Zeit ist es etwas still um den Ood Cast geworden. Hoffentlich kann man demnächst mit einem Comeback rechnen!

Anspieltipp: Ihre Folge zum einen und einzigen The Day of the Doctor.


Two-minute Time Lord

Wenn ihr für ausufernde Podcasts jede Woche keine Zeit habt, ist der Two-minute Time Lord das Richtige für euch. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmefolgen ist Chip der fokussierteste Doctor Who-Podcaster. Pro Folge beschäftigt er sich pointiert mit einem Thema. Auch wenn ich mit ihm nicht immer eine Meinung bin (es fehlt eben eine zweite Person im Raum, die ihm ab und zu auch mal widerspricht), sind seine Analysen immer gut durchdacht und interessant.

Anspieltipp: Praktisch alles. Zwei Minuten hat man schließlich immer übrig.


Verity!

Der Anfangseindruck, dass es sich hier um eine weibliche Variante von Radio Free Skaro handeln könnte, hat glücklicherweise nicht lange Bestand und auch keinerlei Berechtigung. In Verity!, benannt nach Doctor Who-Mitbegründerin Verity Lambert, beschäftigen sich gleich sechs Frauen in rotierender Besetzung ein Jahr lang mit einem Thema, das dabei von allen möglichen Blickwinkeln auseinandergenommen wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Folgen der klassischen Serie. Der einzige Doctor Who-Podcast, der für einen Hugo Award nominiert wurde!

Anspieltipp: Der Startschuss zum Themenjahr 2015 – Companions.


Diese und unzählige mehr findet ihr auch in der Doctor Who Podcast Alliance. Happy Listening!


Foto © BBC

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2 Kommentare

  1. Also entweder hast Du eine komische Vorstellung davon, was ein Podcast ist. Oder Du bist beim „Whoview“ nach dem Namen stehen geblieben und bist nie wieder zurückgekehrt. Zu hören gibt es da nämlich nichts.

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    • Stimmt natürlich und ich frage mich gerade, warum ich das ganz anders in Erinnerung hatte. Etwas peinlich. Erklärt jedenfalls auch, warum ich noch keine Folge gehört habe.

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