Steven Moffat ignoriert die Hater (oder versucht es zumindest)

In der neuesten Ausgabe seiner wöchentlichen Kolumne im Doctor Who Magazine hat sich Doctor Who-Produzent und Chefautor Steven Moffat zu beleidigenden und überdreht negativen Stimmen geäußert, die im Internet bereits seinen Vorgänger Russell T Davies und nun seit einigen Jahren auch ihn im Visier haben. Hater, so erklärt er, seien nun einmal ein Teil des Jobs und man dürfe sie sich niemals zu Herzen nehmen.

John Nathan-Turner war der erste Chef von Doctor Who, gegen den eine winzig kleine Anzahl von (Quasi-)Fans völlig wirkungslos Kampagnen führten. Bei Russell gab es das auch und bei mir ebenso. Na und? Schau in die Kommentare irgendeiner Online-Zeitung und lies die schrecklichen Schimpftiraden. Es lässt dir die Haare erbleichen. Lieber Gott, wer sind diese Menschen? Ich weiß es nicht. Es ist mir auch egal.

Tatsache ist, man kann die Zeitung oder Menschen im Allgemeinen, nicht nach den Maßstäben dieser Kommentare beurteilen, also warum würde man Doctor Who-Fans nach dem gelegentlichen aufmerksamkeitsheischenden Schreihals beurteilen? Für mich scheinen Fans immer klug, lustig, wortgewandt und in der Regel mehr als freundlich. Und ihnen ist bewusst, dass jedes Detail über einem Samstag-Vorabend-Serie zu wissen vielleicht angenehm, aber auch recht beknackt ist. Möge es für immer beknackt bleiben. Es ist jetzt, und war immer, eine Beschäftigung für zivilisierte und freundliche Menschen. Einsame Ausnahmen ändern das nicht.

Um ehrlich zu sein – schließlich sind wir alle menschlich und zerbrechlich – einige der Schläge finden ihr Ziel. Weißt du, wenn du müde bist, in den dunklen Stunden der Nacht, wenn diese Hand unter dem Bett nach deinem Knöchel greift. Ich vermute, es muss damals manchmal hart für John Nathan-Turner gewesen sein. Ich erinnere mich, dass ich mich vor nicht allzu langer Zeit, selbst wegen einiger bösartiger Bemerkungen etwas betrübt fühlte. Dumm und kindisch wie ich war, habe ich sie an mich herangelassen (Schreihälse freut euch, euer Ziel wurde erreicht).

Neil Gaiman schrieb mir eine freundliche Nachricht. Etwas in der Art von „Sie lieben deine Serien so sehr, dass sie glauben, sie zu besitzen“. Ich denke, was er mit dieser freundlichen Ermahnung meinte, war, dass es ein Privileg ist, Serien zu machen, die die Leute so sehr bewegen. Und diese Ehre sollte sich um den ganzen Rest kümmern.


via Doctor Who Magazine

Foto © BBC

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